PHILOSOPHIE
Philosophie
Visio · Vires · Actio
Fünf elementare draconische Prinzipien
Esoterische Kommentare zu den drei Basiskonzepten
der draconischen Magie

Draconischer Aphorismus
Contra 3 M


Philosophie
  Die Philosophie des Dragon Rouge besteht aus dem linkshändigen Pfad und ihrer Ideologie. Der linkshändige Pfad basiert auf einer Philosophie, welche zwei spirituelle Hauptpfade definiert. Einer davon ist der rechtshändige Pfad. Dieser hat die meisten Formen von Religionen und Massenbewegungen beeinflusst. Seine Methode ist die Lichtmagie und sein Ziel die Auflösung des Einzelnen und die Vereinigung mit Gott. Der andere Pfad ist der linkshändige Pfad. Er hebt den Einzelnen, den Abweichler und das Exklusive hervor. Seine Methode ist schwarze Magie und das Schwimmen gegen den Strom. Das schwarzmagische Ziel ist selbst ein Gott zu werden.

Der linkshändige Pfad und die schwarze Magie ist kein Pfad der Erlösung, die jeder erreichen kann. Für die meisten Menschen sind die etablierten Religionen passender. Der linkshändige Pfad ist ein auffordernder Pfad, welcher voraussetzt, daß der Adept darauf vorbereitet ist diszipliniert, geduldig, verantwortungsbewußt und mutig zu sein. Wir raten psychisch instabilen Personen strengstens davon ab diesen Pfad zu beschreiten. Dasselbe gilt für Leute, welche die Philosophie so deuten als wären wir bereits Götter und könnten alles tun was wir wollen.. Den freien Willen zu erreichen und ein Gott zu werden sind ein Ziel. Wir sind keine Götter. Wir können zu Göttern werden. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Dragon Rouge von Esoterikern, New-Age Anhängern und Satanisten, welche glauben, daß sie bereits Götter sind und es sich nur bewußt machen müssen. Wir glauben, daß wir die Göttlichkeit als Potential in uns tragen, aber das wir diese Seite nur durch hartes initiatorisches Training erwecken können.

Der Mensch kann zwei Geburten erleben. In Verbindung mit der ersten Geburt werden wir Individuen in Beziehung zur Mutter. Wir wurden körperlich geboren. Die Lichtreligionen predigen zum Kindsein zurückzukehren, wo man Frieden, Wille und Verantwortung aufgibt um Sicherheit zu erhalten. Der Mensch kann aber auch noch eine andere Geburt erleben. In Verbindung mit dieser werden wir Individuen in Beziehung zur Existenz. Wir verlassen das von äußeren Umständen bestimmte Leben und erreichen einen freien Willen. Anstatt Schöpfung zu sein werden wir selbst zu Schöpfern. Initiationsriten bei Schamanen, Hexen und magischen Organisationen waren durch die Zeiten hindurch ein Weg zu dieser zweiten Geburt. Das Ziel dieser initiatorischen Magie von Dragon Rouge ist eine zweite Geburt und der Prozess der Selbstschöpfung, welche zur Göttlichkeit des Einzelnen führt.
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  Die drei Hauptprinzipien draconischer Magie:

Vision.
Der Magier ist ein Visionär, welcher in das Grenzenlose blickt und die Inspiration seiner Aktionen kanalisiert..

Kraft.
Der Magier strebt danach die potentielle Kraft zu nutzen, welche in Mensch und Natur verborgen ist.

Handlung.
Der Magier transformiert durch Aktion die Vision zur Realität.
Fünf elementare draconische Prinzipien
  Alles ist Eins.
Ouroboros oder der Drache, der sich in den Schwanz beißt zeigt die ewige Wiederkehr und das der Anfang das Ende ist und das Ende der Anfang, im Kleinen ist das Große und im Großen ist das Kleine, das Eine ist Alles und Alles ist das Eine. Das was oben ist, ist das was unten ist.

Alles ist Kraft.
Das Universum ist Kraft in verschiedenen Formen. Kraft ist Bewegung. Die Kraft enthüllt sich selbst durch die sieben Strahlen oder Ebenen von Vibrationen, welche die sieben Farben des Spektrums repräsentieren. Der Drache ist die Kraft und wenn der Drache sich selbst mit sieben Köpfen manifestiert, repräsentieren diese die sieben Strahlen. Die Kraft ist durch die Elemente Plasma (Feuer), Gas (Luft), Flüssigkeit (Wasser), Boden (Erde) manifestiert. Die Kraft selbst repräsentiert das fünfte Element (das Andere, die Quintessenz). Das Symbol der Quintessenz ist der Drache.

Alles ist möglich.
Alle Fesseln und Grenzen sind Illusionen. Nur die Visionen und die Kraft des Menschen schaffen Grenzen. Dem wahren Willen zu folgen ist das einzige Gesetz. Der Mensch kann selbst zum Schöpfer werden.

Alles ist fließend.
Die Realität ändert sich ständig. Ordnung ist eine Illusion. Durch Bewegung und Handlung kann der Mensch das Leben und die Kraft erreichen um sein eigenes Leben zu erschaffen. Stagnation führt in den Ruin. In den Armen des Drachens zu bleiben heißt dem Strom der Kraft zu folgen.

Alles existiert.
Nichts existiert. Realität ist eine Frage von Energie und Vorstellungskraft. Nihilismus ist ein Ausdruck, welcher das Fehlen von Energie zeigt. Alles kann wahr sein und wahr werden durch das Fokussieren der richtigen Vision, die richtige Kraft und die richtige Handlung zum richtigen Ziel.
   
Esoterische Kommentare zu den drei Basiskonzepten der draconischen Magie
  1. Vision: Das Wort Drache stammt von einem griechischen Verb ab und bedeutet "zu sehen". Das Wort kann genauso mit "Aufleuchten" übersetzt werden. Drakonische Magie ist die Magie des "Klar-Sehen". Die meisten Menschen leben unter einer mit Nebel gefüllten Glaskugel die sie selbst erschaffen haben. Durch den Nebel können sie nur die Konturen der äußeren Welt erkennen. Der Nebel reflektiert ihre eigenen Vorstellungen, und sie interpretieren die äußere Welt durch ihre eigenen Reflektionen. Sie sind in einer "Glaskugel der Selbst-Betrachtung" gefangen.

Der Mensch erhält Informationen über die andere Seite nur nach dem Filtern durch das Selbst. Wenn wir intellektuelles Wissen erlangen, so ist dieses durch eine Vielzahl von kategorischen Filtern gegangen, das unser Verstand erschaffen hat. Die drei Hauptkategorien, die wir benutzen, sind Zeit, Raum und Kausalität (Ursache und Wirkung). Diese Kategorien erschaffen unser Universum. Das Bild, das wir durch den Intellekt und diese Kategorien erhalten, ist das, was wir Kosmos, Ordnung und Lichtseite nennen. Die ideale Erklärung der perfekten Logik und das intellektuelle Verstehen im Kategoriensystem entspricht dem, was die Mystiker und Religionen der Welt der Götter zuschreiben. Die Welt außerhalb der Glaskugel, ist das was wir Chaos und das unbekannte nennen. Es ist die "dunkle Seite".

Es ist auch "die andere Seite" oder einfach "das Andere" für den Menschen, der innerhalb der Glaskugel ist. Es ist der Ausgangspunkt für sein eigenes Verstehen von "das Eine", "das Einzige" oder "das Erste". Dies sind alles Wörter die normalerweise für einen Gott stehen. Ein Gott oder Götter sind Idealvorstellungen von einem selbst, wie man sich selbst sehen möchte und wie jemand die Realität haben möchte, wie ein Spiegelbild. Das andere oder das dunkle ist das unbekannte außerhalb. Darauf projiziert der Mensch seine Ängste, die außerhalb von ihm sind. Der draconische Pfad des Klar-Sehen ist der, die Kugel vom Nebel zu befreien, so das die Außenwelt klar und in ihrer Gesamtheit zu sehen ist. Außerdem ermöglicht der draconische Pfad Transzendenzen außerhalb der Glaskugel. Die Vision der Außenwelt ist das draconische Prinzip "zu sehen".

2. Kraft: Die Vision der Welt/ der Welten bringt Wissen. Wissen ist Kraft. Jedes eingeschlossene System (was die Welt innerhalb der Kugel ist) hat ein begrenztes Potenzial an Energie. Energie und die Möglichkeit der Wahrnehmung sind miteinander verbunden. Aus diesem Grund richtet der draconische Pfad (Kundalini-Yoga, Odinistische Initiation, Typhonische Alchemie etc.) die innere Energie darauf aus, die Wahrnehmung zu erhöhen um das Klar-Sehen zu erreichen, was die Möglichkeit mit sich bringt, Energie von außen zu erhalten. Die innere Kraft wird "der innere Drache" genannt, und die äußere Kraft "der äußere Drache".

Alles ist Kraft und Energie auf verschiedenen Ebenen der Vibration (Schwingungen). Die Welt in der Kugel ist ein stabiles System der Energie in einer fertigen Form. Diese Energie ist für den Menschen nicht zugänglich. Innerhalb der fertigen Form ist ein Kern von purer, freier und beweglicher Kraft, wie das Lava im Inneren der Erde. Dies ist die Kraft, die der Magier benutzt und konzentriert um einen Spalt in der Glaskugel zu öffnen, um so einen Zugang zur Außenwelt zu erhalten. In der Außenwelt gibt es eine unbegrenzte Anzahl an Kräften, die nun für den Magier zugänglich werden. Der Magier benutzt die inneren Kräfte, um eine Vision von den äußeren Kräften zu erhalten. Diese Vision erschafft einen Träger der inneren Kraft, welche die Möglichkeit steigert, zu sehen und die äußere Kraft zugänglich zu machen. Es kostet viel Kraft zu sehen, und zu sehen gibt viel Kraft.

3. Handlung: Das dritte Prinzip dieser Dreiheit der draconischen Magie ist die nötige Konsequenz und das Resultat von Vision und Kraft: Handlung. Magie ist die Kunst und die Wissenschaft zu handeln, äußerlich und innerlich, das die Vision Realität werden läßt. Wenn die erstrebte Vision und gesteigerte Kraft von dem Magier in konkretisierten Handlungen nicht genutzt wird, so wird der Magier bald ausgebrannt sein. Handlung ist der nötige Kanal für die Kraft, die der Magier durch die Vision der "anderen Seite" erlangt. Handlung ist der Ausdruck der Magie. Durch die Kraft der Handlungen kann der Magier seine Visionen wahr werden lassen.
Draconischer Aphorismus
  Der Drache ist die geflügelte Schlange. Der Drache vereint die Schlange mit dem Adler, was unten ist mit dem was oben ist.

Der Drache besteht aus den vier Elementen. Die Flügel sind Luft. Der Reptilienkörper ist Erde. Die Schuppen sind Wasser und der brennende Atem ist Feuer. Somit ist der Drache das fünfte Element - der Geist.

Der Drache ist in der Form von Ouroboros die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt. Der Drache ist der Anfang vom Ende und das Ende vom Anfang.

Der Drache ist jenseits von gut und böse, Nacht und Tag, weiblich und männlich, Plus und Minus. Der Drache erhebt sich aus dem Zusammentreffen der Gegensätze. Der Drache ist die Polarität zwischen Plus und Minus.

Der Drache ist das Symbol des Tao - der Reise- und die Reise ist das Ziel. Der Drache ist die dynamische Ewigkeit.

Das Dunkle ist das Unbekannte, das von dem Bewußtsein unterdrückt wird. Im Dunklen liegt der verborgene Schatz der Seele.

Wenn wir eine Kerze anzünden entsteht ein Schatten. Je mehr wir nach Licht streben, desto größer wird der Schatten hinter uns.

In der Finsternis können wir Angst finden. Durch die Konfrontation mit der Finsternis konfrontieren wir uns mit der Angst und können uns so von ihr befreien. Wenn wir vor der Finsternis flüchten wird unsere Angst vor dem, was in ihr liegt, größer.

In Dragon Rouge ist ein Ausgleich zwischen Dunkelheit und Licht gegeben, das Kreative und das Destruktive ist das Ziel.

Contra 3 M
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